Schwartbucker Schüler nehmen ihre globale Verpflichtung ernst (Juni 2007)

Hilfe für arme Völker dieser Erde

Schartbuck – Während sich unter weltweiter Beachtung die G8-Mitglieder über Absichtserklärungen zur Hilfe für arme Völker dieser Erde ergehen, leisten die Schüler der Schartbucker Grundschule aktive Hilfe mit direkter Wirkung. Der Besuch der Menschenrechtlerin und Aktivistin Christina Haverkamp in der Schartbucker Grundschule hat eine fruchtbare Saat gesät und bleibende Kontakte geknüpft.

Gerade aus Boa Vista zurückgekehrt, durfte sie bei einem erneuten Besuch in Schwartbuck einen Scheck über 500 Euro in Empfang nehmen. „Mit einem Abenteuerlied begrüßen wir ‚unsere‘ Abenteuerin Christina Haverkamp“, brauchte Schulleiter Stephan Martens den Kindern nur einen kurzen Anstoß zu geben, schon schmetterten viele Kehlen das Lied „Wir lagen vor Madagaskar“ und glänzende Kinderaugen begrüßten die Kämpferin für die Rechte der Yanomami. Keine Frage, dass die meisten Schüler sich noch gerne an den letzten Besuch und an den ausführlichen Report über die letzten Naturvölker dieser Erde erinnern.

Immerhin hatte das einen derart bleibenden Eindruck hinterlassen, dass die Kinder spontan den Wunsch äußerten, einen Teil des Erlöses vom Frühjahrsbasar für die Yanomami zu spenden. So kam die erstaunlich große Summe zustande, für die sich Christina Haverkamp sehr erfreut im Namen ihrer Schützlinge mit echten Yanomami-Speeren bedankte. Darüber freuten sich die Kinder und das Kollegium gleichermaßen und hielten Ausschau nach einem Ehrenplatz für diese „Freundschaftsbeweise“.

Christina Haverkamp wurde mit Fragen bestürmt und berichtet in ihrer einzigartigen Art über das, was seit ihrem letzten Besuch passiert ist. „Die Moskitonetze habe ich übergeben können, aber leider hat sich meine Absicht, eine schwimmende Krankenstation zu errichten, wegen des derzeitigen Wassermangels noch nicht realisieren lassen. Dafür habe ich unsere Krankenstation in Ixima besucht, wo junge Yanomami für die Krankenpflege ausgebildet werden. Hier leisten wir Hilfe zur Selbsthilfe, was ja auch mein größtes Anliegen ist!“

Die Kinder hingen an den Lippen der engagierten Menschenrechtlerin und hätten sicher noch stundenlang weitergefragt, wenn nicht der reguläre Unterricht sein Tribut gefordert hätte.

Über eines waren sich alle einig: „Wir wollen, dass Christina Haverkamp bald wiederkommt, wir werden weitere Aktionen machen und sie bei ihrer wichtigen Arbeit unterstützen!“

Dass durch derart beispielhafte Aktionen an dieser Schule in Schwartbuck wahrhaft „tolerante Weltbürger“ erzogen werden, deren „Tellerrand“ nicht im Umkreis von wenigen Kilometern endet, ist ein weiterer positiver Nebeneffekt einer Aktion, die alle bereichert.

Irene Thies