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	<title>Yanomami-Hilfe e.V.</title>
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	<description>Offizielle Website der Hilfsorganisation von Christina Haverkamp</description>
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		<title>Dia-Vortrag: Abenteuer mit Sinn</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 00:21:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gela</dc:creator>
				<category><![CDATA[Termine]]></category>

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		<description><![CDATA[Datum: Mittwoch, 25. Januar 2012
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Ort: Landfrauen Neumünster, Restaurant in den Holstenhallen, Neumünster
Dia-Vortrag: Abenteuer mit Sinn
20 Jahre Einsatz für die Yanomami-Indianer
Dia-Vortrag von Christina Haverkamp

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Datum:</strong> Mittwoch, 25. Januar 2012<br />
<strong>Uhrzeit:</strong> 19:30 Uhr<br />
<strong>Ort:</strong> Landfrauen Neumünster, Restaurant in den Holstenhallen, Neumünster</p>
<p>Dia-Vortrag: Abenteuer mit Sinn<br />
20 Jahre Einsatz für die Yanomami-Indianer<br />
<a title="Dia-Vortrag" href="http://www.yanomami-hilfe.de/downloads/" target="_blank">Dia-Vortrag</a> von Christina Haverkamp</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2012/01/Plakat_Landfrauen_NMS_DINA4.jpg"><img class="size-large wp-image-3486 aligncenter colorbox-3484" title="Dia-Vortrag: Abenteuer mit Sinn" src="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2012/01/Plakat_Landfrauen_NMS_DINA4-441x600.jpg" alt="" width="441" height="600" /></a></p>
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		<title>Dia-Vortrag: Mein Leben mit den Yanomami</title>
		<link>http://www.yanomami-hilfe.de/2012/01/18/dia-vortrag-mein-leben-mit-den-yanomami/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 22:21:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gela</dc:creator>
				<category><![CDATA[Termine]]></category>

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		<description><![CDATA[Datum: Freitag, 27. Januar 2012
Uhrzeit: 19.30 Uhr
Ort: Drathenhof (Räucherkate), Molfsee
Website: Drathenhof &#8211; das Restaurant am schleswig-holsteinischen Freilichtmuseum
Christina Haverkamp in Molfsee
Dia-Vortrag: Mein Leben mit den Yanomami
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Datum:</strong> Freitag, 27. Januar 2012<br />
<strong>Uhrzeit:</strong> 19.30 Uhr<br />
<strong>Ort:</strong> Drathenhof (Räucherkate), Molfsee<br />
<strong>Website:</strong> <a title="Drathenhof" href="http://www.drathenhof.de/" target="_blank">Drathenhof</a> &#8211; das Restaurant am schleswig-holsteinischen Freilichtmuseum</p>
<p>Christina Haverkamp in Molfsee<br />
<strong>Dia-Vortrag:</strong> <a title="Dia-Vortrag" href="http://www.yanomami-hilfe.de/downloads/" target="_blank">Mein Leben mit den Yanomami</a></p>
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		<title>Von Blumenthal nach Brasilien &#8211; Leben zwischen den Welten</title>
		<link>http://www.yanomami-hilfe.de/2012/01/09/von-blumenthal-nach-brasilien-leben-zwischen-den-welten/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 00:35:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Webmaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.yanomami-hilfe.de/?p=3459</guid>
		<description><![CDATA[Quelle: HGM-Journal 04/2011, Menschen aus dem Amt Molfsee
Journal des Handel umd Gewerbe Molfsee e.V., Journal für das Amt Molfsee
Christina Haverkamp setzt sich seit 20 Jahren für die Yanomami-Indianer ein &#8211; Leben zwischen den Welten.
In diesem Jahr feiert Christina Haverkamp ein  &#8230; <a href="http://www.yanomami-hilfe.de/2012/01/09/von-blumenthal-nach-brasilien-leben-zwischen-den-welten/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Quelle: HGM-Journal 04/2011, Menschen aus dem Amt Molfsee</em><br />
<em>Journal des Handel umd Gewerbe Molfsee e.V., Journal für das Amt Molfsee</em></p>
<p><strong>Christina Haverkamp setzt sich seit 20 Jahren für die Yanomami-Indianer ein &#8211; Leben zwischen den Welten.</strong></p>
<p>In diesem Jahr feiert Christina Haverkamp ein besonderes Jubiläum. Seit 20 Jahren setzt sich die in Blumenthal im Amt Molfsee Lebende für die Yanomami-Indianer ein. Immer wieder hat sie in der Vergangenheit mit außergewöhnlichen Aktionen auf die bedrohliche Situation der Yanomami aufmerksam gemacht. So überquerte sie im Kolumbusjahr 1992 mit dem Menschenrechtler Rüdiger Nehberg auf einem selbst gebauten Bambusfloß den Atlantik.</p>
<p>Im Moment ist Trockenheit. Mehrere Monate im Jahr lebt Haverkamp mit ihnen, wird im Februar nächsten Jahres wieder vor Ort sein. Doch wenn im April die Regenzeit beginnt, nutzt die 52-Jährige die Gelegenheit, um in ihrer deutschen Heimat auf Vortragsreise zu gehen und Spenden für ihre Hilfsprojekte zu sammeln.</p>
<p>So auch vor kurzem in Bordesholm. Bei besten äußeren Bedingungen starteten rund 500 Gemeinschaftsschüler der Hans-Brüggemann-Schule auf der Vogelwiese zum traditionellen Lauf um den Bordesholmer See. Erstmals organisierte die Schule mit Lehrer Wulf Ohnsorge an der Spitze die Aktion als Sponsorenlauf: Die Fünf- bis Zehntklässler sammelten im Verwandten- und Bekanntenkreis Spendenzusagen für ein oder auch zwei der 5,2 Kilometer langen Laufrunden um den See. Die Spenden kommen einem Hospital für die Yanomami-Indianer zugute: Das noch weitgehend ursprünglich in den Regenwäldern von Venezuela und Brasilien lebende Volk ist seit Jahren in seiner Existenz bedroht. Neben den Schülern sowie mehreren Eltern und Lehrern lief auch Christina Haverkamp mit. Die Aktivistin aus Blumenthal, die sich seit über 20 Jahren für die Yanomamis einsetzt, informierte an einem Stand zu den Hintergründen der Hilfsaktion und übergab zwei Yanomami-Bögen und Pfeile an die besten Läufer. Insgesamt ist eine Spendensumme von ungefähr 3.000,- Euro zusammen gekommen.</p>
<p><span id="more-3459"></span></p>
<h3>Südamerikaurlaub verändert ihr Leben</h3>
<p>Die Powerfrau mit den wachen Augen kann auf ein außergewöhnliches Leben zurückblicken. Als junge Lehramtsstudentin für Mathematik und Sport entschließt sich Christina Haverkamp eine einjährige Auszeit vom Uni-Stress zu nehmen. Sie will nach Südamerika. &#8220;Die Reise hat meinen Lebensweg verändert. Ich habe dort das erste Mal in meinem Leben wirkliche Armut gesehen&#8221;, berichtet sie.</p>
<p>Nach ihrer Auszeit kommt sie nach Deutschland zurück, um ihr Studium zu beenden. Im Anschluss entschießt sich Haverkamp, auf einem Segelschiff anzuheuern und dort mit auffälligen Jugendlichen sozialpädagogisch zu arbeiten.</p>
<p>Schon ein Jahr später zieht es sie nach Brasilien. Dort kommt sie in Kontakt mit Rüdiger Nehberg, der ihr von den Yanomami-Indianern erzählt. Bereits 1987 setzt sich der Menschenrechtsaktivist für die Yanomami ein. Sie sind eines der letzten noch ursprünglich lebenden Naturvölker dieser Erde. Seit drei Jahrzehnten wird ihre Existenz von Goldsuchern, Großgrundbesitzern, Minenkonzernen und der Holzindustrie bedroht. Durch den rücksichtslosen Raubbau an der einzigartigen Natur wird der Lebensraum der Indianer zerstört und Krankheiten wie Malaria werden eingeschleppt.</p>
<h3>Expedition mit Rüdiger Nehberg</h3>
<p>Als Christina Haverkamp Nehberg fragt, ob sie an seiner nächsten Expedition zu den Yanomami teilnehmen darf, stimmte er zu. 1990 bricht sie mit ihm zu den Indianern auf. Was sie dort erlebt, erschüttert sie: &#8220;Ich habe viele Yanomami sterben sehen, nur weil medizinische Hilfe fehlte.&#8221; Sie empfindet eine tiefe Dankbarkeit, in Deutschland geboren zu sein, und sieht dieses Privileg als unbedingte Pflicht an, anderen Menschen in Not zu helfen. 1991 führt sie deshalb eine Frauenexpedition mit medizinischer Hilfe und finanzieller Unterstützung des schleswig-holsteinischen Umweltministeriums durch. Es folgt 1992 eine Protestfahrt auf einem Bambusfloß mit Rüdiger Nehberg, vom Senegal über Brasilien und die Karibik bis hin zum Weißen Haus nach Washington. Hier protestieren die beiden Deutschen gegen den Völkermord und machen auf die Landrechte der Indianer in Nord- und Südamerika aufmerksam &#8211; mit überwältigender Resonanz in der Öffentlichkeit.</p>
<p>Seit diesen Anfängen ist Haverkamp unermüdlich im Einsatz und kämpft, oft unter Risiko für Leib und Leben, für das Überleben dieses Amazonasvolkes. Bewusst hat sie sich auf dieses nicht alltägliche Leben eingelassen: &#8220;Ich musste mich irgendwann entscheiden, ob ich Familie haben möchte oder meine Arbeit. Ich habe mich für meine Arbeit entschieden&#8221;,  erzählt die Jüngste von drei Geschwistern. Neben der Errichtung von mehreren Krankenstationen im Rahmen von Hilfe zur Selbsthilfe hat sie die Ausbildung von Yanomami zu Krankenpflegern aktiv unterstützt. Momentan bereitet sie den Bau einer neuen Krankenstation im Orinoko-Quellgebiet in Venezuela vor und engagiert sich für den Aufbau einer Yanomami-Schule.</p>
<h3>&#8220;Harte Bohne&#8221; lässt sich nicht weichkochen</h3>
<p>Dabei ist es eine riesige Herausforderung, sich als Menschenrechtsaktivistin in einem fremden Land zu behaupten. &#8220;Es gibt immer wieder Probleme mit den Behörden oder Regierungsvertretern. Bei meinen Expeditionen ist das Militär die größte Gefahr. Ich wurde schon verhaftet und geschlagen. Das sollte mich einschüchtern. Das Militär will nicht, dass sich Menschen von außen für die Rechte der Indianer starkmachen.&#8221; Auch sonst muss &#8220;Frau&#8221; eine gewisse Härte und Robustheit mitbringen, wenn sie im Urwald überleben will. &#8220;Ich habe schon vier Mal Malaria gehabt, lag einmal im Koma. Auch das Wetter kann einem zu schaffen&#8221;, bekennt sie.</p>
<p>Die Yanomami sind Christina Haverkamp für ihren couragierten Einsatz unendlich dankbar. Wenn sie drei bis vier Monate im Jahr bei ihnen lebt und arbeitet, schläft sie in ihrer Hängematte gleich neben der Familie des Häuptlings. Die Yanomami haben die Frau aus Deutschland ins Herz geschlossen und ihr einen Spitznamen gegen. Sie nennen sie liebevoll &#8220;Cohiba&#8221;, das heißt &#8220;harte Bohne&#8221;, eine, die sich nicht weichkochen lässt.</p>
<h3>Ihr Wunsch: Noch weitere 20 Jahre</h3>
<p>Das Pendeln zwischen zwei Welten ist für Christina Haverkamp zur Normalität geworden. &#8220;Bin ich im Regenwald, liebe ich das einfache Leben und freue mich, ohne Telefon und Internet zu sein. Ebenso gern bin ich in Deutschland, halte Vorträge, genieße das kulturelle Angebot und treffe mich mit Freunden. Beide Seiten möchte ich nicht missen&#8221;, stellt sie fest. Mindestens noch zwanzig weitere Jahre will sie für &#8220;ihre&#8221; Yanomami einsetzten &#8211; sofern die Gesundheit mitspielt. Was sie antreibt: &#8220;Es ist mein Gerechtigkeitssinn und der Wunsch, dass alle Menschen auf der Erde die gleichen Rechte haben. Ich hätte ein schlechtes Gefühl, wenn ich nur an mein eigenes, persönliches Glück dächte.&#8221;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Hilfe für die Yanomami-Indianer</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 03:54:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Webmaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[Quelle: Schleswig-Holstein am Sonntag 13.11.2011
ENGAGEMENT Sie baut Krankenstationen in Südamerika und bringt Ureinwohnern Brasilianisch bei: Christina Haverkamp ist „Abenteurerin mit Sinn“. über ihre Erlebnisse will die Schleswig-Holsteinerin jetzt ein Buch schreiben.
VON CHRISTINA NORDEN
BLUMENTHAL/CARRACAS Sie leben wie vor mehreren hundert Jahren,  &#8230; <a href="http://www.yanomami-hilfe.de/2012/01/06/hilfe-fuer-die-yanomami-indianer/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Quelle: Schleswig-Holstein am Sonntag 13.11.2011</em></p>
<h3>ENGAGEMENT Sie baut Krankenstationen in Südamerika und bringt Ureinwohnern Brasilianisch bei: Christina Haverkamp ist „Abenteurerin mit Sinn“. über ihre Erlebnisse will die Schleswig-Holsteinerin jetzt ein Buch schreiben.</h3>
<p>VON CHRISTINA NORDEN</p>
<p>BLUMENTHAL/CARRACAS Sie leben wie vor mehreren hundert Jahren, haben keine Autos, kein Telefon und erst recht kein Internet. Im tiefsten Dschungel Brasiliens leben die Yanomami-Indianer – vollkommen abgeschieden von der Welt. Es gibt nur eine Verbindung: Christina Haverkamp.</p>
<div id="attachment_3464" class="wp-caption alignright" style="width: 330px"><a title="Hilfe für die Yanomami-Indianer" href="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2012/01/Christina-Haverkamp-Hilfe.jpg"><img class="size-medium wp-image-3464  colorbox-3461" title="Hilfe für die Yanomami-Indianer" src="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2012/01/Christina-Haverkamp-Hilfe-320x410.jpg" alt="Hilfe für die Yanomami-Indianer" width="320" height="410" /></a><p class="wp-caption-text">Hilfe für die Yanomami-Indianer</p></div>
<p>Die 53-Jährige aus Blumenthal (Kreis Rendsburg-Eckernförde) unterstützt die Ureinwohner seit 1989 im Kampf um ihre Anerkennung. Sie hilft im Streit mit den brasilianischen Behörden und baut Krankenstationen in Malaria gefährdeten Regionen.</p>
<p>Der berühmte Abenteurer Rüdiger Nehberg führte sie an ihre Aufgabe heran. Gemeinsam bauten sie 1992 in Wedel ein Floß und überquerten damit den Atlantik, um anlässlich des 500-jährigen Jubiläums von Columbus Amerika-Entdeckung auf die Probleme der Ureinwohner aufmerksam zu machen. Doch die Aktion blieb erfolglos. Seitdem engagiert sich Christina Haverkamp direkt vor Ort.</p>
<p>„Ich verbringe im Jahr drei bis fünf Monate bei den Yanomami in Brasilien und neuerdings auch in Venezuela“, erzählt die Blumenthalerin. Die Chance, Ungewöhnliches zu erleben, ist groß. Über ihre Erlebnisse will Christina Haverkamp jetzt ein Buch schreiben. Potenzielle Kapitel könnten folgende sein:</p>
<p><span id="more-3461"></span></p>
<h3>Das Yanomami-Leben</h3>
<p>Auf dem Speiseplan stehen statt Kartoffeln mit Schnitzel Anakondas, Krokodil, Affen und Piranhias. Die Yanomami leben in Clans. Bis zu 40 Menschen teilen sich eine runde Hütte, geschlafen wird in Hängematten. Stirbt ein Mitglied wird die Totenasche unter Bananenmus gemischt und gegessen, um den Toten im Kreise der Verbliebenen weiter leben zu lassen. „Die Yanomami haben ansonsten kein Fortschrittsdenken. Sie leben nur im Hier und Jetzt, im Einklang mit der Natur. Das mag Christina Haverkamp besonders an ihnen.</p>
<h3>Das kurioseste Ereignis</h3>
<p>Zusammen mit dem Yanomami-Häuptling Joao Davi flog sie nach New York zu den Vereinten Nationen. „Das war für einen Yanomami so wie für uns auf dem Mars“, erinnert sich Haverkamp. „Er hatte Angst, dass die Hochhäuser einstürzen, mochte nicht mit der U-Bahn fahren. Nachts konnte er nicht allein in seinem Zimmer schlafen, erst recht nicht im Bett. Wir mussten ihm ex-tra eine Hängematte kaufen. Anlass der Reise war eine Rede vor der UNO, in der der Yanomami auf die Probleme der Ureinwohner aufmerksam machte. Haverkamp: „Diplomatischer Druck ist das einzige Mittel, um die Lebenssituation der Ureinwohner zu verbessern.“</p>
<p>Ein anderes Ereignis hat der 53-Jährigen gezeigt, wie sehr sie von den Yanomami unterstützt und akzeptiert wird: „Ich wurde von den brasilianischen Behörden wegen angeblicher Sklaverei verhaftet. Die Yanomami kamen zur Polizeistation, umstellten das Gebäude mit Pfeil und Bogen. Dann wurde ich freigelassen.“</p>
<h3>Die Probleme der Yanomami</h3>
<p>Die größte Bedrohung für das abgeschiedene Leben sind Goldsucher. Durch die Euro-Krise wird die Goldsuche wieder attraktiver. Die Folge: Quecksilbervergiftungen, weil das Metall zum Auswaschen des Goldes verwendet wird. Die bei den Arbeiten der Goldgräber entstehenden Sümpfe sind ideale Brutstätten für die Malariamücke Anopheles.</p>
<h3>Die Haverkamp-Projekte</h3>
<p>Das allgegenwärtige Motto lautet „Hilfe zur Selbsthilfe“. „Ich helfe, wo ich kann, aber will nicht unentbehrlich werden.“ Die Yanomami müssen immer mit anpacken – so beim Bau der Krankenstationen. Und sie sollen Brasilianisch lernen, um mit ihren Nachbarn aus der zivilisierten Welt verhandeln zu können. Das Ziel ist, dass die einheimischen Nicht-Regierungsorganisationen und die Indianer die Arbeit später selbstständig weiterführen.</p>
<p>Vor vier Jahren wurde der Verein Yanomami-Hilfe gegründet, um auch in Deutschland verstärkt auf die Probleme der Ureinwohner aufmerksam zu machen. „Wenn ich nicht in Südamerika helfe, halte ich in Schulen und Universitäten Vorträge , um aufzuklären. Der Kontakt zu den Yanomami bricht aber nie ab. „Wir tauschen uns per Satteliten-Telefon aus“, erklärt Haverkamp.</p>
<p>Eine endgültige Auswanderung schließt die Blumenthalerin aus. „Ich liebe die Rapsfelder. In SchleswigHolstein fühle ich mich richtig wohl.“</p>
<h3>YANOMAMI-HILFE</h3>
<p><strong>Deutsche Unterstützung</strong></p>
<p>Der Verein unterstützt die Yanomami bei der medizinischen Versorgung und der Schulausbildung. Um ihre Zukunft selbst bestimmen zu können, müssen sich die Ureinwohner auf den Kontakt mit der modernen Zivilisation vorbereiten. Christina Haverkamp will besonders junge Menschen für die Problematik sensibilisieren.</p>
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		<title>Für guten Zweck rund um den Bordesholmer See</title>
		<link>http://www.yanomami-hilfe.de/2011/10/09/fuer-guten-zweck-rund-um-den-bordesholmer-see/</link>
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		<pubDate>Sun, 09 Oct 2011 18:16:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gela</dc:creator>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.yanomami-hilfe.de/?p=3346</guid>
		<description><![CDATA[Quelle: Kieler Nachrichten &#8211; 30. September 2011
Für guten Zweck rund um den Bordesholmer See
Bei besten äußeren Bedingungen starteten gestern rund 500 Gemeinschaftsschüler der Hans-Brüggemann-Schule auf der Vogelwiese zum traditionellen Lauf um den Bordesholmer See. Erstmals organisierte die Schule mit Lehrer  &#8230; <a href="http://www.yanomami-hilfe.de/2011/10/09/fuer-guten-zweck-rund-um-den-bordesholmer-see/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Quelle: Kieler Nachrichten &#8211; 30. September 2011</em></p>
<h3>Für guten Zweck rund um den Bordesholmer See</h3>
<div id="attachment_3347" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/10/sponsorlauf.jpg"><img class="size-large wp-image-3347 colorbox-3346" title="Für guten Zweck rund um den Bordesholmer See" src="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/10/sponsorlauf-640x286.jpg" alt="Für guten Zweck rund um den Bordesholmer See" width="640" height="286" /></a><p class="wp-caption-text">Für guten Zweck rund um den Bordesholmer See</p></div>
<p>Bei besten äußeren Bedingungen starteten gestern rund 500 Gemeinschaftsschüler der Hans-Brüggemann-Schule auf der Vogelwiese zum traditionellen Lauf um den <strong>Bordesholmer</strong> See. Erstmals organisierte die Schule mit Lehrer Wulf Ohnsorge an der Spitze die Aktion als Sponsorenlauf:  Die Fünf- bis Zehntklässler sammelten im Verwandten- und Bekanntenkreis Spendenzusagen für eine oder auch zwei der 5,2 Kilometer langen Laufrunden um den See. Die Spenden kommen einem Hospital für die Yanomami-Indianer zugute: Das noch weitgehend ursprünglich in den Regenwäldern von Venezuela und Brasilien lebende Volk ist seit Jahren in seiner Existenz bedroht. Neben den Schülern sowie mehreren Eltern und Lehrern lief auch Christina Haverkamp mit. Die Aktivistin aus Blumenthal, die sich seit über 20 Jahren für die Yanomamis einsetzt, informierte an einem Stand zu den Hintergründen der Hilfsaktion und übergab zwei Yanomami-Bögen und Pfeile an die besten Läufer. Nach ersten Schätzungen dürfte die Spendensumme die 1000-Euro-Marke überschritten haben, das genaue Ergebnis erwarten die Organisatoren in der kommenden Woche.</p>
<p><em>Text/Foto: Tietgen</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Leben zwischen den Welten</title>
		<link>http://www.yanomami-hilfe.de/2011/05/17/leben-zwischen-den-welten/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 May 2011 13:43:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Webmaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.yanomami-hilfe.de/?p=3168</guid>
		<description><![CDATA[Quelle: Bauernblatt, 14. Mai 2011
Christina Haverkamp setzt sich seit 20 Jahren für die Yanomami-Indianer ein &#8211; Leben zwischen den Welten
In diesem Jahr feiert Christina Haverkamp ein besonderes Jubiläum. Seit 20 Jahren setzt sich die Kielerin für die Yanomami-Indianer im brasilianischen  &#8230; <a href="http://www.yanomami-hilfe.de/2011/05/17/leben-zwischen-den-welten/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Quelle: Bauernblatt, 14. Mai 2011</em></p>
<h3>Christina Haverkamp setzt sich seit 20 Jahren für die Yanomami-Indianer ein &#8211; Leben zwischen den Welten</h3>
<div id="attachment_3206" class="wp-caption alignright" style="width: 170px"><a href="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/05/BB_Haverkamp_13.05-900.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-3206 colorbox-3168" title="Leben zwischen den Welten - 1" src="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/05/BB_Haverkamp_13.05-900-160x215.jpg" alt="Leben zwischen den Welten - 1" width="160" height="215" /></a><p class="wp-caption-text">Leben zwischen den Welten</p></div>
<p>In diesem Jahr feiert Christina Haverkamp ein besonderes Jubiläum. Seit 20 Jahren setzt sich die Kielerin für die Yanomami-Indianer im brasilianischen Regenwald und in Venezuela ein. Immer wieder hat sie in der Vergangenheit mit außergewöhnlichen Aktionen auf die bedrohliche Situation der Yanomami aufmerksam gemacht. So überquerte sie im Kolumbusjahr 1992 mit dem Menschenrechtler Rüdiger Nehberg auf einem selbst gebauten Bambusfloß den Atlantik. Bauernblatt-Reporterin Silke Bromm-Krieger hat Christina Haverkamp zu einem Gespräch über ihr vielfältiges Engagement getroffen.</p>
<p>Im Moment ist Regenzeit. Also muss der Bau einer neuen Krankenstation zur medizinischen Versorgung der Yanomami warten. Mehrere Monate im Jahr lebt Haverkamp mit ihnen. Doch wenn die Regenzeit beginnt, nutzt die 52-Jährige die Gelegenheit, um in ihrer deutschen Heimat auf Vortragsreise zu gehen und Spenden für ihre Hilfsprojekte zu sammeln.</p>
<h3>Südamerikaurlaub verändert ihr Leben</h3>
<div id="attachment_3207" class="wp-caption alignright" style="width: 170px"><a href="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/05/BB_Haverkamp_13.05-900-2.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-3207 colorbox-3168" title="Leben zwischen den Welten - 2" src="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/05/BB_Haverkamp_13.05-900-2-160x197.jpg" alt="Leben zwischen den Welten - 2" width="160" height="197" /></a><p class="wp-caption-text">Leben zwischen den Welten</p></div>
<p>Die Powerfrau mit den wachen Augen kann auf ein außergewöhnliches und abenteuerliches Leben zurückblicken. Als junge Lehramtsstudentin für Mathematik und Sport entschließt sich Christina Haverkamp, eine einjährige Auszeit vom Uni-Stress zu nehmen. Sie will nach Südamerika. &#8220;Die Reise hat meinen Lebensweg verändert. Ich habe dort das erste Mal in meinem Leben wirkliche Armut gesehen&#8221;, berichtet sie.</p>
<p>Nach ihrer Auszeit kommt sie nach Deutschland zurück, um ihr Studium zu beenden. Im Anschluss entschließt sich Haverkamp, auf einem Segelschiff anzuheuern und dort mit auffälligen Jugendlichen sozialpädagogisch zu arbeiten.</p>
<p><span id="more-3168"></span></p>
<p>Schon ein Jahr später zieht es sie nach Brasilien. Dort kommt sie in Kontakt mit Rüdiger Nehberg, der ihr von den Yanomami-Indianern erzählt. Bereits seit 1987 setzt sich der Menschenrechtsaktivist für die Yanomami ein. Sie sind eines der letzten noch ursprünglich lebenden Naturvölker dieser Erde. Seit drei Jahrzehnten wird ihre Existenz von Goldsuchern, Großgrundbesitzern, Minenkonzernen und der Holzindustrie bedroht. Durch den rücksichtslosen Raubbau an der einzigartigen Natur wird der Lebensraum der Indianer zerstört, und Krankheiten wie Malaria werden eingeschleppt.</p>
<h3>Expedition mit Rüdiger Nehberg</h3>
<p>Als Christina Haverkamp Nehberg fragt, ob sie an seiner nächsten Expedition zu den Yanomami teilnehmen darf, stimmt er zu. 1990 bricht sie mit ihm zu den Indianern auf. Was sie dort erlebt, erschüttert sie: &#8220;Ich habe viele Yanomami sterben sehen, nur weil medizinische Hilfe fehlte.&#8221; Sie empfindet eine tiefe Dankbarkeit, in Deutschland geboren zu sein, und sieht dieses Privileg als unbedingte Pflicht an, anderen Menschen in Not zu helfen. 1991 führt sie deshalb eine Frauenexpedition mit medizinischer Hilfe und finanzieller Unterstützung des schleswig-holsteinischen Umweltministeriums durch. Es folgt 1992 eine Protestfahrt auf einem Bambusfloß mit Rüdiger Nehberg, vom Senegal über Brasilien und die Karibik bis hin zum Weißen Haus nach Washington. Hier protestieren die beiden Deutschen gegen den Völkermord und machen auf die Landrechts der Indianer in Nord- und Südamerika aufmerksam &#8211; mit überwältigender Resonanz in der Öffentlichkeit.</p>
<p>Seit diesen Anfängen ist Haverkamp unermüdlich im Einsatz und kämpft, oft unter Risiko für Leib und Leben, für das Überleben dieses Amazonasvolkes. Bewusst hat sie sich auf dieses nicht alltägliche Leben eingelassen: &#8220;Ich musste mich irgendwann entscheiden, ob ich Familie haben möchte oder meine Arbeit. Ich habe mich für meine Arbeit entschieden&#8221;, erzählt die Jüngste von drei Geschwistern. Neben der Errichtung von mehreren Krankenstationen im Rahmen von Hilfe zur Selbsthilfe hat sie die Ausbildung von Yanomami zu Krankenpflegern aktiv unterstützt. Momentan bereitet sie den Bau einer neuen Krankenstation im Orinoko-Quellgebiet in Venezuela vor und engagiert sich für den Aufbau einer Yanomami-Schule.</p>
<h3>&#8220;Harte Bohne&#8221; lässt sich nicht weichkochen</h3>
<p>Dabei ist es eine riesige Herausforderung, sich als Menschenrechtsaktivistin in einem fremden Land zu behaupten. &#8220;Es gibt immer wieder Probleme mit den Behörden oder Regierungsvertretern. Bei meinen Expeditionen ist das Militär die größte Gefahr. Ich wurde schon verhaftet und geschlagen. Das sollte mich einschüchtern. Das Militär will nicht, dass sich Menschen von außen für die Rechte der Indianer starkmachen.&#8221; Auch sonst muss &#8220;Frau&#8221; eine gewisse Härte und Robustheit mitbringen, wenn sie im Urwald überleben will. &#8220;Ich habe schon vier Mal Malaria gehabt, lag einmal im Koma. Auch das Wetter kann einem zu schaffen machen&#8221;, bekennt sie.</p>
<p>Die Yanomami sind Christina Haverkamp für ihren couragierten Einsatz unendlich dankbar. Wenn sie drei bis vier Monate im Jahr bei ihnen lebt und arbeitet, schläft sie in ihrer Hängematte gleich neben der Familie des Häuptlings. Die Yanomami haben die Frau aus Deutschland ins Herz geschlossen und ihr einen Spitznamen gegeben. Sie nennen sie liebevoll &#8220;Cohiba&#8221;, das heißt &#8220;harte Bohne&#8221;, eine, die sich nicht weichkochen lässt.</p>
<h3>Ihr Wunsch: Noch weitere 20 Jahre</h3>
<p>Das Pendeln zwischen zwei Welten ist für Christina Haverkamp zur Normalität geworden. &#8220;Bin ich im Regenwald, liebe ich das einfache Leben und freue mich, ohne Telefon oder Internet zu sein. Ebenso gern bin ich in Deutschland, halte Vorträge, genieße das kulturelle Angebot und treffe mich mit Freunden. Beide Seiten möchte ich nicht missen&#8221;, stellt sie fest. Mindestens noch zwanzig weitere Jahre will sie sich für &#8220;ihre&#8221; Yanomami einsetzen &#8211; sofern die Gesundheit mitspielt. Was sie antreibt? &#8220;Es ist mein Gerechtigkeitssinn und der Wunsch, dass alle Menschen auf der Erde die gleichen Rechte haben. Ich hätte ein schlechtes Gefühl, wenn ich nur an mein eigenes, persönliches Glück dächte.&#8221;</p>
<p><em>Silke Bromm-Krieger</em></p>
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		<title>Dia-Vortrag: Abenteuer mit Sinn &#8211; Montag, 23. Mai 2011</title>
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		<pubDate>Mon, 16 May 2011 16:29:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Webmaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[Datum: Montag &#8211; 23. Mai 2011
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Ort: Parkhotel Kieler Kaufmann
Niemannsweg 102, Kiel
Benefiz-Veranstaltung
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			<content:encoded><![CDATA[<h3>Datum: Montag &#8211; 23. Mai 2011<br />
Uhrzeit: 19:30 Uhr</h3>
<p><strong>Ort: Parkhotel Kieler Kaufmann</strong><br />
Niemannsweg 102, Kiel<br />
<em>Benefiz-Veranstaltung</em></p>
<div id="attachment_3182" class="wp-caption aligncenter" style="width: 433px"><a href="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/05/plakat_hp.jpg"><img class="size-large wp-image-3182 colorbox-3181" title="Vortrag: Abenteuer mit Sinn" src="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/05/plakat_hp-423x600.jpg" alt="Vortrag: Abenteuer mit Sinn" width="423" height="600" /></a><p class="wp-caption-text">Vortrag: Abenteuer mit Sinn</p></div>
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		<title>Jahresbericht 2010</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Mar 2011 01:19:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Webmaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rundbriefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Yanomami-Freunde,
2010 liegt hinter uns. Für mich war es ein sehr aufregendes aber auch aufreibendes Jahr, in dem ich zweimal in Südamerika war. Während bei den Yanomami in Brasilien wieder Goldgräber für Unruhe und Angst sorgten, kam ich in Venezuela  &#8230; <a href="http://www.yanomami-hilfe.de/2011/03/25/jahresbericht-2010/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Liebe Yanomami-Freunde,</strong></p>
<div id="attachment_3133" class="wp-caption alignright" style="width: 330px"><a href="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/03/Yanomami-Jahresbericht-2010_20110221-2.jpg"><img class="size-medium wp-image-3133 colorbox-3119" title="Beim Vorbereiten des Bauplatzes im Urwald von Delgado Chalbaud" src="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/03/Yanomami-Jahresbericht-2010_20110221-2-320x240.jpg" alt="Beim Vorbereiten des Bauplatzes im Urwald von Delgado Chalbaud" width="320" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Beim Vorbereiten des Bauplatzes im Urwald von Delgado Chalbaud</p></div>
<p>2010 liegt hinter uns. Für mich war es ein sehr aufregendes aber auch aufreibendes Jahr, in dem ich zweimal in Südamerika war. Während bei den Yanomami in Brasilien wieder Goldgräber für Unruhe und Angst sorgten, kam ich in Venezuela nur sehr schleppend voran.</p>
<p>Im letzten Jahr begann ich mit den Vorbereitungen der nächsten Krankenstation in Delgado Chalbaud. Die staatliche Baufirma Petrocasa wollte einen Teil des Baumaterials stellen. Das venezolanische Gesundheitsministerium versprach, den Transport des Baumaterials und der Werkzeuge in das weit abgelegene Urwaldgebiet zu organisieren. Ich sollte vor Ort den Bau leiten und die Arbeit zwischen den Bauarbeitern und den Yanomami koordinieren.</p>
<div id="attachment_3134" class="wp-caption alignright" style="width: 330px"><a href="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/03/Yanomami-Jahresbericht-2010_20110221-3.jpg"><img class="size-medium wp-image-3134  colorbox-3119" title="Frauen von Delgado Chalbaud mit dem Modell der Krankenstation" src="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/03/Yanomami-Jahresbericht-2010_20110221-3-320x240.jpg" alt="Frauen von Delgado Chalbaud mit dem Modell der Krankenstation" width="320" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Frauen von Delgado Chalbaud mit dem Modell der Krankenstation</p></div>
<p>Mitte Januar flog ich hoffnungsvoll nach Venezuela, um nun mit den Bau der Krankenstation zu beginnen. Das Grundstück hatte ich ein Jahr zuvor mit den Yanomami in mühevoller Arbeit gerodet.</p>
<p>Das Gesundheitsministerium in Caracas teilte mir nach langem Zögern mit, dass sie noch nichts vorbereitet hätten. Ein Transport-Hubschrauber sei gerade abgestürzt, der andere müsse noch repariert werden. Wegen der im April beginnenden Regenzeit müsse jedoch der Transport innerhalb der nächsten 3 Wochen starten.</p>
<p>So flog ich zunächst mit zwei Ingenieuren der staatlichen Baubehörde Petrocasa nach Delgado Chalbaud. Die Yanomami erwarteten uns mit großer Freude. Der vorbereitete Bauplatz war nach den vielen Monaten schon wieder etwas zugewachsen, ansonsten wurde er von den Ingenieuren als gut beurteilt.</p>
<p>Als ich wieder nach Caracas zurückkam trat plötzlich und unerwartet der Gesundheitsminister von seinem Amt zurück. Angeblich aus gesundheitlichen Gründen, so die offizielle Mitteilung. Dies ist der siebte Wechsel in 5 Jahren! Jedes Jahr gibt es für mich neue Ansprechpartner, was die kontinuierliche Zusammenarbeit mit der Regierung sehr erschwert. Die neue Gesundheitsministerin, die von Präsident Chavez ernannt wurde, musste sich zunächst in ihre neuen Aufgaben einarbeiten.</p>
<p>Ich nutzte die Zeit, um unsere Krankenstation in Mavaquita zu besuchen und einige Renovierungsarbeiten durchzuführen. Zusammen mit Umberto, einem zuverlässigen Arbeiter, fuhr ich den stromstarken Orinoko hoch. Nach einem herzlichen Wiedersehen mit den Yanomami in Mavaquita begutachtete ich die Krankenstation. Die Bausubstanz war nach fünf Jahren immer noch sehr gut. Umberto installierte ein neues Sprechfunkgerät mit Solaranlage und Batterien. Ein Waschbecken im Behandlungsraum musste neu angebracht werden und einige Regale im Medizinraum wurden an der Wand verstärkt.</p>
<div id="attachment_3135" class="wp-caption alignleft" style="width: 330px"><a href="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/03/Yanomami-Jahresbericht-2010_20110221-5.jpg"><img class="size-medium wp-image-3135 colorbox-3119" title="Dr. Dario beim Untersuchen der Yanomami- Kinder" src="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/03/Yanomami-Jahresbericht-2010_20110221-5-320x426.jpg" alt="Dr. Dario beim Untersuchen der Yanomami- Kinder" width="320" height="426" /></a><p class="wp-caption-text">Dr. Dario beim Untersuchen der Yanomami- Kinder</p></div>
<p>Seit einem Jahr betreut Dario, ein junger Arzt aus Argentinien, unsere Krankenstation. Zusammen mit den beiden ausgebildeten Yanomami-Krankenpflegern Christoval und Pancho versorgt er sieben Yanomami-Dörfer. Stolz zeigte mir Pancho wie er am Mikroskop die Malaria-Untersuchungen durchführt, während Christoval Dr. Dario bei den Patientenbehandlungen hilft.</p>
<p>Wir besuchten die weit flussaufwärts gelegenen Yanomami-Dörfer Waichewe, Karuana und Mischi Mischi. Als die Yanomami mich im Boot kommen sahen liefen sie freudig zum Ufer, um mich zu begrüßen. In den Versammlungen bedankten sie sich für die gute Unterstützung durch die Krankenstation.</p>
<p>Mit unserer Krankenstation werden inzwischen über 1000 Yanomami medizinisch versorgt. Regelmäßig erhalten alle Yanomami zweimal im Jahr die Behandlung gegen Onkozerkose, eine Krankheit, die zur Erblindung führen kann.</p>
<div id="attachment_3136" class="wp-caption alignright" style="width: 330px"><a href="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/03/Yanomami-Jahresbericht-2010_20110221-6.jpg"><img class="size-medium wp-image-3136 colorbox-3119" title="Pancho nimmt bei einem Yanomami-Kind Blut ab" src="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/03/Yanomami-Jahresbericht-2010_20110221-6-320x240.jpg" alt="Pancho nimmt bei einem Yanomami-Kind Blut ab" width="320" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Pancho nimmt bei einem Yanomami-Kind Blut ab</p></div>
<p>In den Dörfern am Fluss Mavaca bestätigten mir die Häuptlinge, dass durch die Krankenstation und die rechtzeitigen Behandlungen die Kindersterblichkeit sehr stark zurückgegangen ist. In den Dörfern spielen und lachen wieder viele Kinder. Leider funktionieren nicht alle Krankenstationen so gut wie in Mavaquita. Oft fehlen Ärzte, Medikamente, Sprechfunkgeräte oder ein Mikroskop für die Malaria-Untersuchungen.</p>
<p><span id="more-3119"></span></p>
<p>Die Krankenstationen werden nicht instand gehalten. Außenborder, Boote, Generatoren und Solaranlagen, die die Regierung in das Yanomami-Gebiet schickt, kommen nicht an, weil sie in Puerto Ayacucho vor dem Transport gestohlen werden.</p>
<p style="text-align: center;">
<div id="attachment_3137" class="wp-caption aligncenter" style="width: 628px"><a href="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/03/Yanomami-Jahresbericht-2010_20110221-7.jpg"><img class="size-full wp-image-3137  colorbox-3119" title="Pancho untersucht die Blutprobe auf Malaria" src="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/03/Yanomami-Jahresbericht-2010_20110221-7.jpg" alt="Pancho untersucht die Blutprobe auf Malaria" width="618" height="463" /></a><p class="wp-caption-text">Pancho untersucht die Blutprobe auf Malaria</p></div>
<div id="attachment_3138" class="wp-caption aligncenter" style="width: 628px"><a href="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/03/Yanomami-Jahresbericht-2010_20110221-8.jpg"><img class="size-full wp-image-3138 colorbox-3119" title="Christoval am Sprechfunkgerät" src="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/03/Yanomami-Jahresbericht-2010_20110221-8.jpg" alt="Christoval am Sprechfunkgerät" width="618" height="463" /></a><p class="wp-caption-text">Christoval am Sprechfunkgerät</p></div>
<div id="attachment_3141" class="wp-caption aligncenter" style="width: 628px"><a href="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/03/Yanomami-Jahresbericht-2010_20110221-9.jpg"><img class="size-full wp-image-3141 colorbox-3119" title="Krankenpfleger Christoval zeigt stolz die Apotheke in der Krankenstation" src="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/03/Yanomami-Jahresbericht-2010_20110221-9.jpg" alt="Krankenpfleger Christoval zeigt stolz die Apotheke in der Krankenstation" width="618" height="463" /></a><p class="wp-caption-text">Krankenpfleger Christoval zeigt stolz die Apotheke in der Krankenstation</p></div>
<p>Bis zu meiner Abreise im April erhielt ich von Seiten der Regierung keinen Transport-Hubschrauber. Angesichts der vielen Schwierigkeiten und der Korruption weiß ich manchmal nicht, woher ich den Optimismus nehme, hier irgendetwas Positives erreichen zu wollen. Ich erklärte, dass ich nach der Regenzeit im September wieder käme, um es dann noch einmal zu versuchen.</p>
<div id="attachment_3142" class="wp-caption alignright" style="width: 330px"><a href="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/03/Yanomami-Jahresbericht-2010_20110221-11.jpg"><img class="size-medium wp-image-3142 colorbox-3119" title="Pancho, Christina, Christoval und Dr. Dario" src="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/03/Yanomami-Jahresbericht-2010_20110221-11-320x229.jpg" alt="Pancho, Christina, Christoval und Dr. Dario" width="320" height="229" /></a><p class="wp-caption-text">Pancho, Christina, Christoval und Dr. Dario</p></div>
<p>Vor meiner Rückreise nach Deutschland besuchte ich in Brasilien meinen langjährigen Freund Davi Yanomami Kopenawa in seinem Hutukara-Büro von Boa Vista. Die medizinische Versorgung für die Yanomami durch das staatliche Gesundheitsministerium FUNASA ist in Brasilien wesentlich besser.</p>
<p>Leider dringen wieder Goldsucher in das Gebiet der Yanomami ein und bringen Krankheiten und Umweltzerstörung. Durch Gespräche mit der Regierung versucht Davi Kopenawa die Politiker dazu zu bewegen, die Goldsucher herauszuholen. Die neue brasilianische Präsidentin Dilma Roussef wurde bereits von Davi Kopenawa eingeladen, um sich die Situation vor Ort mit den Goldsuchern und deren Folgen anzuschauen.</p>
<p>Mitte April war ich wieder in Deutschland. Im Sommer arbeiteten wir an der englischen und spanischen Version unserer Homepage www.yanomami-hilfe.de. Um vor allem Schüler für die Problematik der Yanomami, des Regenwaldes und des Klimawandels zu sensibilisieren, hielt ich zahlreiche Vorträge in Deutschland.</p>
<p>Ende September ging es wieder nach Caracas. Zunächst wollte ich Vorträge in Caracas an Universitäten und Schulen halten, um die Yanomami im eigenen Land bekannter zu machen. Für viele Studenten und Schüler war es unglaublich zu erfahren, dass es noch solche Indianer in ihrem eigenen Land im Süden von Venezuela gibt. Die Vorträge an Schulen und Universitäten fanden große Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit. In den Hörsälen der Nationalen Universität und der Metropolitan diskutierten die Studenten nach den Vorträgen über die Politik Chavez und die Rechte der indigenen Völker in Venezuela.</p>
<div id="attachment_3144" class="wp-caption alignleft" style="width: 330px"><a href="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/03/Yanomami-Jahresbericht-2010_20110221-12.jpg"><img class="size-medium wp-image-3144 colorbox-3119" title="Gemeinsam auf der Demonstration in Caracas" src="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/03/Yanomami-Jahresbericht-2010_20110221-12-320x240.jpg" alt="Gemeinsam auf der Demonstration in Caracas" width="320" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Gemeinsam auf der Demonstration in Caracas</p></div>
<p>Dann im Oktober starben 53 Yanomami an Malaria, da die venezolanische Regierung trotz Wissen der Epidemie keinen Hubschrauber mit medizinischer Hilfe geschickt hatte. Der Yanomami Luis Shatiwe teilte mir mit, dass weitere 100 Yanomami im Gebiet von Koyowe und Haximo an der gefährlichen Malaria Tropica erkrankt seien und auf medizinische Hilfe warteten.</p>
<p>Zusammen mit dem Jesuitenpater Padre Korta und zahlreichen Indigenen Gruppen organisierte ich in Caracas eine große Demonstration mit der Forderung für eine sofortige medizinische Hilfe der kranken Yanomami und für die Demarkation aller indigenen Gebiete in Venezuela. Es war in Venezuela die erste gemeinsame Demonstration mit verschiedenen Indigenen Gruppen. Unser Yanomami-Medizinstudent Enzo Taririwei überreichte dem venezolanischen Vizepräsident Jaua eine Petition mit der Bitte um eine bessere medizinische Versorgung.</p>
<p>Zum ersten Mal wurde ein Yanomami von den anwesenden Journalisten überhaupt wahrgenommen und über die Situation der Yanomami befragt. Enzo Taririwei war zunächst sehr schüchtern, doch mit zunehmenden Interviews wurde er immer sicherer und selbstbewusster.</p>
<div id="attachment_3145" class="wp-caption alignleft" style="width: 330px"><a href="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/03/Yanomami-Jahresbericht-2010_20110221-15.jpg"><img class="size-medium wp-image-3145 colorbox-3119" title="Enzo Thaririwe beim Interview vor der Kamera" src="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/03/Yanomami-Jahresbericht-2010_20110221-15-320x426.jpg" alt="Enzo Thaririwe beim Interview vor der Kamera" width="320" height="426" /></a><p class="wp-caption-text">Enzo Thaririwe beim Interview vor der Kamera</p></div>
<p>Über die Demonstration und die Forderungen wurde ausführlich in den Zeitungen, Radio und Fernsehen berichtet. Ich hatte ein einstündiges Radiointerview über meine Arbeit und Aktionen für die Yanomami, das in ganz Venezuela zu hören war. Dabei riefen viele interessierte Zuhörer an, deren Fragen ich beantworten musste.</p>
<p>Am Ende waren die Aufmerksamkeit und der Druck so groß, dass die Regierung ein Team mit Ärzten und Medikamenten in den Urwald schickte, um die malariaerkrankten Yanomami zu behandeln. Berichte mit meiner Kritik an der fehlenden medizinischen Versorgung für die Yanomami erschienen in den Zeitungen El Universal, Tal Qual und im Internet. Venezolanische Freunde und Unbekannte warnten mich per SMS, mit meiner Kritik vorsichtig zu sein. Doch ohne diesen Druck, wie mir die Ärztin Dr. Winna von der Gesundheitsbehörde bestätigte, hätte die Regierung keine Ärzte für die dringend notwendige Versorgung der Yanomami geschickt.</p>
<p>In Caracas kaufte ich weitere Sprechfunkgeräte mit Solaranlagen für die abgelegenen Yanomami-Dörfer. Die Malaria-Epidemie zeigte, dass die venezolanische Regierung die gesundheitliche Versorgung der Yanomami nicht unter Kontrolle hat. Mit einem Sprechfunkgerät können die Yanomami auf sich aufmerksam machen und medizinische Hilfe von außen anfordern.</p>
<div id="attachment_3146" class="wp-caption alignright" style="width: 330px"><a href="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/03/Yanomami-Jahresbericht-2010_20110221-14.jpg"><img class="size-medium wp-image-3146 colorbox-3119" title="Yanomami-Hilfe e.V.-Fahne in den Straßen von Caracas" src="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/03/Yanomami-Jahresbericht-2010_20110221-14-320x240.jpg" alt="Yanomami-Hilfe e.V.-Fahne in den Straßen von Caracas" width="320" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Yanomami-Hilfe e.V.-Fahne in den Straßen von Caracas</p></div>
<p>Das venezolanische Militär machte uns diesmal nur Probleme. Statt einen Transporthubschrauber für das Baumaterial zu schicken, versuchte es unsere Sprechfunkgeräte in Puerto Ayacucho zu beschlagnahmen. Gewaltsam drangen sie in das Zimmer von Luis Shatiwe ein, um die Sprechfunkgerät mitzunehmen. In letzter Sekunde konnten wir es mit Hilfe eines Rechtsanwaltes verhindern. Nun liegen die Sprechfunkgeräte in einem sicheren Depot und werden von den Yanomami in den Dörfern mit Hilfe von Umberto selbst installiert.</p>
<p>Anfang Dezember fuhr ich mit einem Boot den Orinoko rauf, um unseren Yanomami-Krankenpfleger Ery Yaki Yaki zu besuchen, der selbst bei der Epidemie an Malaria erkrankt war. Nach neunstündiger Bootsfahrt kam ich ein wenig erschöpft in Esmeralda an. Ery Yaki Yaki ging es gesundheitlich schon wieder besser. Er möchte die Schule von Esmeralda besuchen, um anschießend Medizin zu studieren. Sein Wunsch ist es, eines Tages als Arzt im Yanomamigebiet zu arbeiten. Er freute sich riesig, als ich ihm mitteilte, dass wir vom Yanomami-Hilfe e.V. seine Schulausbildung finanzieren. Als Starthilfe brachte ich ihm einen kleinen Rucksack mit Laptop und Wörterbuch Yanomame-Spanisch. Über einen Satelliten im Urwald sind wir nun per Internet von Esmeralda nach Blumenthal verbunden. Unglaublich!</p>
<div id="attachment_3147" class="wp-caption alignright" style="width: 330px"><a href="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/03/Yanomami-Jahresbericht-2010_20110221-17.jpg"><img class="size-medium wp-image-3147 colorbox-3119" title="Luis Shatiwe am PC in Puerto Ayacucho" src="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/03/Yanomami-Jahresbericht-2010_20110221-17-320x228.jpg" alt="Luis Shatiwe am PC in Puerto Ayacucho" width="320" height="228" /></a><p class="wp-caption-text">Luis Shatiwe am PC in Puerto Ayacucho</p></div>
<p>Nach der Rückfahrt von Puerto Ayacucho wurde ich von vier schwerbewaffneten Militärs festgenommen, die mich in ihren Jeep zerrten mit der Begründung: „Der General in Puerto Ayacucho wolle mit mir sprechen“. Sie wollten mir meinen Rucksack wegnehmen, den ich an meinem Körper fest hielt. Dabei schlugen sie mir mit einem Stock brutal auf die Hand. Mein Daumen wurde beim Zerren schmerzhaft ausgekugelt. Nach einer einstündigen Jeepfahrt über unsichere Wege durch den Urwald erreichten wir das Militärkommando in Puerto Ayacucho. Mehrere Stunden wurde ich in einem Raum allein gelassen, ohne dass ein General kam, um mit mir zu sprechen. Erst kurz vor Mitternacht ließen sie mich wieder frei. Dies ist vom Militär eine Form von Einschüchterung und Machtdemonstration. Das Militär duldet nicht, dass Ausländer sich für Indigene Völker einsetzen und sie in ihren Rechten stärken wollen. Am nächsten Tag holte ich mir eine Salbe von der Apotheke für meine geschwollene Hand. Der Daumen lag zwei Wochen in einer Schiene, um sich von der Überdehnung zu beruhigen.</p>
<div id="attachment_3148" class="wp-caption alignleft" style="width: 330px"><a href="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/03/Yanomami-Jahresbericht-2010_20110221-18.jpg"><img class="size-medium wp-image-3148 colorbox-3119" title="Ery Yaki Yaki in der Krankenpflege-Ausbildung" src="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/03/Yanomami-Jahresbericht-2010_20110221-18-320x240.jpg" alt="Ery Yaki Yaki in der Krankenpflege-Ausbildung" width="320" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Ery Yaki Yaki in der Krankenpflege-Ausbildung</p></div>
<p>Die Yanomami haben inzwischen das Vertrauen in der Regierung Chavez gänzlich verloren. Sie haben erkannt, dass sie sich selbst organisieren müssen, wie die Yanomami in Brasilien. Wir möchten dieses Bestreben unterstützen und die Selbsthilfe und Initiative der Yanomami stärken. Mit der Yanomami-Hilfe e.V. haben wir für drei Yanomami Patenschaften übernommen. Wir unterstützen Ery Yaki Yaki in seiner Schulausbildung in Esmeralda, Luis Shatiwe bei seiner Arbeit in der Versorgung und Organisation der Krankenstationen und Enzo Thaririwe in seinem Medizinstudium in Valle de Pascua. Seit einem halben Jahr studiert er Medizin und wenn er das Studium schafft und durchhält, wird er der erste Yanomami-Arzt sein! Wir drücken ihm die Daumen!!</p>
<p>Auch wenn ich diesmal wegen des Fehlens eines Transport-Hubschraubers keine weitere Krankenstation für die Yanomami aufbauen konnte freue ich mich, dass die Yanomami in Venezuela auf dem Weg sind, sich selbst zu helfen. In Delgado Chalbaud werden die Yanomami versuchen, die Krankenstation aus Holz zu bauen. Die Inneneinrichtung werden wir übernehmen.</p>
<p>Viele Schulen in Deutschland haben im letzten Jahr Benefiz-Veranstaltungen für die Yanomami organisiert. Somit konnten wir den Wiederaufbau eines kleinen runden Versammlungshauses der Yanomami-Schule in Ocamo von Schwester Maria Wachtler unterstützen.</p>
<div id="attachment_3149" class="wp-caption alignright" style="width: 330px"><a href="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/03/Yanomami-Jahresbericht-2010_20110221-20.jpg"><img class="size-medium wp-image-3149 colorbox-3119" title="Versammlungshaus der Schule in Ocamo" src="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/03/Yanomami-Jahresbericht-2010_20110221-20-320x240.jpg" alt="Versammlungshaus der Schule in Ocamo" width="320" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Versammlungshaus der Schule in Ocamo</p></div>
<p>In diesem Jahr arbeite ich zusammen mit unserer Mitarbeiterin Heike Pries an einer an einer Yanomami-Wanderaus- stellung für Schulen. In der Ausstellung, die Schulen vor oder nach den Vorträgen oder für den Unterricht an- fordern können, wollen wir auch zeigen wie die Klima- veränderung sich auf das Leben der Yanomami und den Regenwald auswirkt.</p>
<p>Informationen erhaltet Ihr regelmäßig auf unserer Homepage <a title="www.yanomami-hilfe. de" href="http://www.yanomami-hilfe. de">www.yanomami-hilfe. de</a></p>
<p>Auf dem Weg der Selbstständigkeit möchten wir mit der Yanomami-Hilfe e.V. die Yanomami weiterhin unterstützen. Sie brauchen Partner von außen, um ihre Rechte in ihrem Land verwirklichen zu können.</p>
<div id="attachment_3150" class="wp-caption alignright" style="width: 330px"><a href="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/03/Yanomami-Jahresbericht-2010_20110221-21.jpg"><img class="size-medium wp-image-3150  colorbox-3119" title="Häuptling Ramon aus Mavaquita" src="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/03/Yanomami-Jahresbericht-2010_20110221-21-320x240.jpg" alt="Häuptling Ramon aus Mavaquita" width="320" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Häuptling Ramon aus Mavaquita</p></div>
<p>Für eure treue Unterstützung bedanke ich mich ganz herzlich auch im Namen der Yanomami!</p>
<p>Muchas Gracias und liebe Grüße<br />
Eure</p>
<p><em>Christina Haverkamp</em></p>
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		<title>Zu Besuch bei den Yanomami-Indianern</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Jan 2011 13:09:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Webmaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unterstützer]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch heuer zog Christina Haverkamp wieder unsere Fünftklässler mit einem spannenden Dia-Vortrag in ihren Bann, wie die Kommentare zahlreicher Schüler und Schülerinnen aus der 5Gc des Maria-Ward-Gymnasiums Altötting beweisen. Nach einer abwechslungsreichen Doppelstunde überreichten die Schüler ihr einen Scheck über  &#8230; <a href="http://www.yanomami-hilfe.de/2011/01/11/zu-besuch-bei-den-yanomami-indianern/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch heuer zog Christina Haverkamp wieder unsere Fünftklässler mit einem spannenden <a title="Schulvorträge" href="http://www.yanomami-hilfe.de/downloads/" target="_blank">Dia-Vortrag</a> in ihren Bann, wie die Kommentare zahlreicher Schüler und Schülerinnen aus der 5Gc des <a title="Maria-Ward-Gymnasiums Altötting" href="http://www.mariawardschulen.de/gymnasium/index.php?datei=berichte/startseite.php" target="_blank">Maria-Ward-Gymnasiums Altötting</a> beweisen. Nach einer abwechslungsreichen Doppelstunde überreichten die Schüler ihr einen Scheck über 800 Euro.</p>
<p>Seit 20 Jahren engagiert sich die Kieler Pädagogin für das Überleben der Yanomami am Amazonas im Grenzgebiet zwischen Brasilien und Venezuela. Sie sind eines der letzten noch ursprünglich lebenden Naturvölker dieser Erde. Ihre Existenz wird jedoch zunehmend bedroht. Schuld sind unter anderem Goldsucher, die durch rücksichtslosen Raubbau an der einzigartigen Natur den Lebensraum der Indianer systematisch zerstören.</p>
<p>Jedes Jahr lebt Christina Haverkamp mehrere Monate bei den Yanomami, mit denen sie gemeinsam bereits mehrere Krankenstationen und Schulen aufgebaut hat.</p>
<div id="attachment_3235" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a title="Scheckübergabe am 11.1.2011" href="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/07/Yanomami-Foto-Scheck-11.1.2011.jpg"><img class="size-large wp-image-3235  colorbox-3230" title="Scheckübergabe am 11.1.2011" src="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2011/07/Yanomami-Foto-Scheck-11.1.2011-640x503.jpg" alt="Scheckübergabe am 11.1.2011" width="640" height="503" /></a><p class="wp-caption-text">Scheckübergabe am 11.1.2011</p></div>
<h3>Die Kommentare von Schülern und Schülerinnen aus der 5Gc:</h3>
<blockquote><p>Ich finde es toll, dass es Menschen gibt, die auch wirklich helfen – und nicht nur davon reden. (Jana)</p>
<p>Es ist gut, dass Fr. Haverkamp dort Krankenstationen aufbaut, wo Kinder und Erwachsene versorgt werden. Mutig war auch ihre Fahrt mit einem Bambusboot über den Atlantik. (Georg)</p>
<p>Mich hat entsetzt, dass die Goldgräber die Malaria zu den Indianern gebracht und die Gewässer vergiftet haben. Wenn ich Bundeskanzler wäre, hätte ich, wenn ich es gewusst hätte, schon lange davor Bundeswehrsoldaten hingeschickt und die ganzen Goldgräber herausgeholt und hätte Obama gesagt, er soll sich für die Indianer einsetzen. (Anselm)</p>
<p>Ich finde es grausam, dass die Goldsucher den Urwald für ein bisschen Gold abholzen. (Tobias)</p>
<p>Ich interessiere mich auch für die Indianer; die sind faszinierend, sie machen nämlich nicht soviel die Natur kaputt wie wir. (Clara)</p>
<p>Sie sollte die Auszeichnung „Beste Umweltschützerin der Welt“ bekommen. (Larissa)</p></blockquote>
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		<title>500 Euro für Funkgeräte</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Oct 2010 01:50:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Webmaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[Quelle: Kieler Nachrichten, 23. September 2010
Schüler unterstützen Yanomami-Indianer
Nortorf. Eine Spende in Höhe von 500 Euro überreichten die Schüler der Klasse R8b der Nortofer Gemeinschaftsschule gestern an Christina Haverkamp. Das Geld ist für die Unterstützung von Haverkamps Engangement für die südamerikanischen  &#8230; <a href="http://www.yanomami-hilfe.de/2010/10/11/500-euro-fuer-funkgeraete/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Quelle: Kieler Nachrichten, 23. September 2010</em></p>
<h3>Schüler unterstützen Yanomami-Indianer</h3>
<div id="attachment_3018" class="wp-caption alignright" style="width: 170px"><a href="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2010/10/Nortorf.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-3018 colorbox-3016" title="Die Klasse R8b der Nortofer Gemeinschaftsschule überreichte Christina Haverkamp gestern 500 Euro für ihren Verein." src="http://www.yanomami-hilfe.de/wp-content/uploads/2010/10/Nortorf-160x297.jpg" alt="Die Klasse R8b der Nortofer Gemeinschaftsschule überreichte Christina Haverkamp gestern 500 Euro für ihren Verein." width="160" height="297" /></a><p class="wp-caption-text">Die Klasse R8b der Nortofer Gemeinschaftsschule überreichte Christina Haverkamp gestern 500 Euro für ihren Verein.</p></div>
<p>Nortorf. Eine Spende in Höhe von 500 Euro überreichten die Schüler der Klasse R8b der Nortofer Gemeinschaftsschule gestern an Christina Haverkamp. Das Geld ist für die Unterstützung von Haverkamps Engangement für die südamerikanischen Yanomami-Indianer gedacht.</p>
<p>Zusammen gekommen war das Geld an zwei Musik- und Theaterabenden der Schule, an denen die Schüler Brötchen, selbst gebackenen Kuchen, Brezeln und Getränke verkauft hatten. Darüber hinaus hatten sie Informationstafeln aufgebaut, an denen sie über die Lebensbedingungen der Yanomami im Dschungel und die Bedrohung ihrer Heimat durch Goldsucher aufklärten. Auf die Idee zu ihrer Aktion waren die Jugendlichen durch einen Vortrag gekommen, den die Kieler Menschenrechtsaktivistin im Frühsommer an der Nortorfer Schule gehalten hatte.</p>
<p><span id="more-3016"></span></p>
<p>Die Achtklässler nutzten die Spendenübergabe, um sich über die aktuellen Projekte Haverkamps informieren zu lassen. Noch in dieser Woche, so berichtete sie, fliege sie nach Venezuela, um dort weitere Vorträge über die Indianer zu halten und um mit der Regierung über Unterstützung beim Bau einer weiteren Krankenstation zu verhandeln. Das Geld der Nortorfer Schüler wolle sie in den Kauf zweier solarbetriebener Funkgeräte stecken. Die Geräte würden Yanomamis in abgelegenen Urwaldregionen zur Verfügung gestellt, damit sie Hilfe anfordern könnten, wenn Goldsucher in ihr Gebiet eindringen.</p>
<p><em>ög</em></p>
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